Immo News · 28. Oktober 2026

Einfamilienhausmarkt erreicht Rekord: 6.400 Verkäufe im ersten Halbjahr 2026.

So viele Einfamilienhäuser wie im ersten Halbjahr 2026 wurden in Österreich noch nie verkauft. Die Preise steigen dabei nur moderat, in Wien sind sie sogar gesunken.

Einfamilienhaus mit Garten, weißer Zaun, Bäume und blauer Himmel
Symbolbild. Foto: Ermell auf Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt

Im ersten Halbjahr 2026 wechselten in Österreich 6.400 Einfamilienhäuser den Eigentümer. Das sind um 26,7 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie, seit REMAX den ImmoSpiegel 2009 gestartet hat. Auch der Zehnjahresdurchschnitt von 4.860 Häusern wurde deutlich übertroffen. Der Wert aller Käufe stieg um 29 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Grundlage sind alle Grundbucheintragungen des Halbjahres, ausgewertet von IMMOunited.

Die Preise ziehen dagegen nur moderat an. Ein typisches Einfamilienhaus kostete 349.536 Euro, um 3,7 Prozent mehr als ein Jahr davor. Das günstigste Viertel der Häuser wurde um höchstens 190.375 Euro verkauft, das teuerste Viertel begann bei 485.000 Euro.

Alle neun Bundesländer verzeichneten mehr Verkäufe, fünf davon einen neuen Höchststand. In Niederösterreich wurden 1.988 Häuser verkauft, um 20,8 Prozent mehr als im Vorjahr und fast ein Drittel aller Verkäufe in Österreich. Der typische Preis stieg dort um 6,1 Prozent auf 290.842 Euro. Am teuersten sind Häuser im Umland von Wien, am günstigsten im Weinviertel.

In Wien wurden 226 Einfamilienhäuser verkauft, so viele wie seit 2012 nicht mehr. Der typische Preis sank allerdings um 7,6 Prozent auf 719.277 Euro. Damit ist Wien nach vier Jahren nicht mehr das teuerste Bundesland für Häuser: Tirol liegt mit 729.912 Euro knapp davor. Die meisten Hausverkäufe in Wien gab es in der Donaustadt.

REMAX sieht den Grund vor allem im Bestand: Ein Neubau ist für viele kaum noch leistbar, weil Bauland knapp und teuer ist und Material und Arbeit deutlich mehr kosten. Die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser fielen 2025 laut Statistik Austria auf 31.979, den niedrigsten Stand seit 2010. Viele Käufer erwerben daher ein bestehendes Haus und sanieren es Schritt für Schritt. Dazu kommen Häuser aus Erbschaften, die die nächste Generation nicht selbst nutzt und verkauft.

Quelle: REMAX Austria, ImmoSpiegel (APA-OTS), 28.10.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.

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