Immo News · 15. Oktober 2026

Förderung für Heizungstausch und Sanierung: Was für 2027 feststeht.

2026 war das Fördergeld für Heizungstausch und Sanierung nach wenigen Monaten vergeben. Für 2027 steht der Rahmen von 360 Millionen Euro fest, Richtlinie, Fördersätze und Start fehlen noch.

Ein Heizkörper unter einem Holzfenster
Symbolbild. Foto: Julian Hochgesang auf Unsplash

Für den Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung und für thermische Sanierungen stellte der Bund 2026 insgesamt 360 Millionen Euro bereit, mit deutlich niedrigeren Fördersätzen als zuvor: Die höchste Förderquote sank von 75 auf 30 Prozent. Das Geld war trotzdem schnell vergeben. Der Sanierungsbonus wurde schon Anfang Februar gestoppt, beim Kesseltausch sind seit 10. Juli keine neuen Registrierungen mehr möglich. Bestehende Registrierungen bleiben gültig, laut Ministerium steigen damit rund 53.000 Haushalte auf eine neue Heizung um.

Für 2027 und 2028 bleibt der Zusagerahmen bei 360 Millionen Euro im Jahr, erstmals getrennt nach Zweck: 181 Millionen Euro für thermisch-energetische Sanierungen, künftig als Finanzierungszuschuss, und 179 Millionen Euro für rund 30.000 Heizkesseltäusche pro Jahr. Die Aktion „Sauber Heizen für Alle“ wird fortgeführt. Richtlinie, Fördersätze und Registrierungsstart lagen Anfang Oktober noch nicht vor. Die Wirtschaftskammer rechnet damit, dass der Fördersatz beim Kesseltausch von 30 auf 20 Prozent sinkt, das Ministerium hat sich dazu noch nicht geäußert.

Ausbezahlt wird erst, wenn ein Projekt abgeschlossen ist, und der Finanzierungszuschuss verteilt die Zahlungen zusätzlich auf spätere Jahre. Laut Budgetdienst des Parlaments sinken die Auszahlungen 2027 deshalb um 339 Millionen Euro, obwohl der Rahmen gleich bleibt. Der WWF hält die Förderungen für zu wenig ambitioniert, der Verband der Wärmepumpen-Hersteller rechnet mit einem Verkaufsrückgang von 20 Prozent.

Quellen: Immobilien-Redaktion, 15.10.2026; Der Standard, 15.10.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.

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