Immo News · 1. November 2026
Wohnbauförderung 2025: Mehr Geld, aber weniger Baubewilligungen.
Die Fördermittel für 2025 steigen, während die Zahl der Baubewilligungen ein neues Tief erreicht, das stärkt den Markt, kann den Neubau jedoch nicht allein retten.
Im Jahr 2025 wurden in Österreich 47.800 Wohneinheiten in neuen und bestehenden Gebäuden bewilligt. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozent gegenüber 2024 und liegt rund ein Drittel unter dem Zehnjahresschnitt. Die Statistik wird vom Fachverband der Stein- und keramischen Industrie gemeinsam mit dem Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen erstellt.
Besonders stark fällt das Minus beim Neubau aus: Die Bewilligungen für Wohnungen in neuen Gebäuden lagen 2025 um 42 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang von sieben bis acht Prozent erwartet, wobei der freifinanzierte Geschoßwohnbau besonders betroffen ist. Die Wohnbaurate lag 2025 bei 3,5 bewilligten Wohnungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Förderzusagen hingegen stiegen: 19.800 Wohneinheiten wurden zugesichert, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Davon entfallen 14.600 auf den Geschoßwohnbau und 5.200 auf Eigenheimförderungen, wobei die Eigenheimförderung um rund ein Drittel zulegte. Trotz des Anstiegs bleiben die Zusicherungen um 13 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt, während die Ausgaben um sieben Prozent auf 2,68 Milliarden Euro wuchsen.
Max Maurer vom SPÖ-Klub fordert, dass die 21 Millionen Euro für den Kauf von Eigentumswohnungen zweckgebunden für den Wohnbau bereitgestellt werden. Wohnlandesrat Martin Zauner (FPÖ) teilt mit, dass die 21 Millionen Euro noch genehmigt werden müssen und die Kaufförderung je nach Haushaltsgröße zwischen 44 000 und 72 000 Euro liegen soll.
Quellen: Immobilien-Redaktion, 01.11.2026; Kronen Zeitung, 01.11.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.