Immo News · 19. Oktober 2026

Wohnungsmarkt 2026: Mehr Käufe, ein Dämpfer im Sommer und leicht steigende Preise.

Bis in den Sommer wurden in Österreich und Wien deutlich mehr Wohnungen gekauft als im Vorjahr, seit dem dritten Quartal bremsen höhere Zinsen. Weil wenig gebaut wird, steigen die Preise trotzdem leicht.

Ein roter Baukran vor einem Neubau
Symbolbild. Foto: Chad Montgomery auf Unsplash

Der Wohnungsmarkt hat sich 2025 kräftig erholt: Laut Deloitte Property Index wurden um rund 18 Prozent mehr Wohnimmobilien gekauft als im Jahr davor, vor allem gebrauchte Wohnungen und Häuser. 2026 ging es zunächst so weiter. Bis 15. Oktober wurden laut den Grundbuchdaten von IMMOunited 100.578 Kaufverträge eingetragen, rund 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Wien lag das Plus von Jänner bis September bei rund 11 Prozent, in Niederösterreich bei rund 15 Prozent.

Im Sommer hat sich der Markt aber merklich abgekühlt. In Wien wurden im dritten Quartal 2026 um mehr als 20 Prozent weniger Wohnungskäufe im Grundbuch eingetragen als im Quartal davor und als ein Jahr zuvor, zeigt der Quartalsbericht von Immo Analytics. Wohnungen bis etwa 300.000 Euro werden weiterhin gekauft, zwischen 300.000 und 600.000 Euro ist der Markt fast zum Stillstand gekommen. Als Gründe gelten das gestiegene Zinsniveau, Eingriffe in die Mietpreise und strengere Erhaltungspflichten, die Anleger vorsichtiger machen.

Gleichzeitig wird wenig gebaut: 2025 sanken die Baubewilligungen für neue Wohnungen um weitere 7,1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2010, das wird sich bis 2027 bei den Fertigstellungen zeigen. Eine neue Wohnung kostete 2025 im Schnitt 5.199 Euro pro Quadratmeter, in Wien 6.711 Euro. Raiffeisen Research erwartet, dass Wohneigentum 2026 um rund 2,5 Prozent teurer wird, vor allem wegen des knappen Angebots. Viele Haushalte weichen vom Kauf auf die Miete aus, Mietwohnungen sind knapp und gute Wohnungen rasch vergeben.

Quellen: Die Presse, 19.10.2026; Immobilien Redaktion, Bericht von Immo Analytics, 16.10.2026; Immobilien Redaktion, Deloitte Property Index und IMMOunited, 15.10.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.

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