Immo News · 3. November 2026
Baukosten seit 2019 um rund 39 Prozent gestiegen: Versicherungssumme prüfen.
Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, sollte die Gebäudeversicherung mit den heutigen Baupreisen vergleichen. Eine zu niedrige Versicherungssumme kann im Schadenfall teuer werden.
Bauen ist in Österreich seit 2019 rechnerisch um rund 39 Prozent teurer geworden (Stand September 2026). Das betrifft nicht nur Neubauten, sondern auch jede Reparatur nach einem Wasser-, Feuer- oder Sturmschaden: Material und Handwerk kosten heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren.
Für Eigentümer heißt das vor allem, auf die Gebäudeversicherung zu schauen. Eine laufende Indexanpassung bedeutet nicht automatisch, dass die vereinbarte Versicherungssumme noch dem heutigen Wiederherstellungswert entspricht. Liegt die Summe zu niedrig, spricht man von Unterversicherung. Die Versicherung haftet dann nur im Verhältnis der Versicherungssumme zum tatsächlichen Wert (§ 56 VersVG), und das auch bei einem Teilschaden.
Manche Polizzen enthalten einen Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung, meist unter Bedingungen. Was für Ihr Haus gilt, steht in der Polizze. Bei Wohnungseigentum schließt in der Regel die Hausverwaltung die Versicherung für das ganze Haus ab.
Quelle: APA-OTS, 03.11.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.