Immo News · 3. November 2026
Wiens Einkaufsstraßen: Spitzenmieten steigen weiter, freie Flächen bleiben knapp.
In den Wiener A-Lagen ist kaum etwas frei. Die Mieten ziehen moderat an, neu vermietet wird vor allem deshalb weniger, weil das Angebot fehlt.
Ein aktueller Marktbericht hat knapp 500 Geschäfte in den Wiener A-Lagen erfasst: Kärntner Straße, Graben, Kohlmarkt mit Goldenem Quartier und Bognergasse sowie die innere Mariahilfer Straße, zusammen rund 200.000 m² Verkaufsfläche. Am Kohlmarkt und am Graben ist praktisch alles vermietet. Auf der Mariahilfer Straße ist der Leerstand leicht gesunken und liegt bei gut drei Prozent. Die Kärntner Straße liegt bei rund zwei Prozent, vor allem wegen des leeren ehemaligen Benetton-Geschäfts auf Nummer 43.
Die Spitzenmieten steigen, wenn auch moderat. Am Graben werden rund 630 Euro netto je m² und Monat erzielt, am Kohlmarkt samt Goldenem Quartier knapp 600 Euro. Auf der Mariahilfer Straße sind es rund 170 Euro je m², gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr.
Neu vermietet wurde deutlich weniger als im Vorjahr: auf der Mariahilfer Straße nicht einmal halb so viel Fläche, in der Inneren Stadt rund ein Drittel weniger. Das liegt weniger an der Nachfrage als am fehlenden Angebot. Viele Nachvermietungen im ersten Bezirk laufen zudem diskret, ohne öffentliches Inserat.
Gefragt sind auch die Nebenlagen direkt neben den Einkaufsstraßen, auf der Mariahilfer Straße vor allem gut geschnittene Flächen bis rund 200 m². Weiter entfernte B- und C-Lagen stehen dagegen weiter unter Preisdruck. Gastronomie, Beauty und Fitness werden als Frequenzbringer wichtiger, und viele Händler kommen mit kleineren Flächen aus.
Quellen: Immobilien-Redaktion, 03.11.2026; APA-OTS, 03.11.2026. Zusammengefasst und eingeordnet von Mueldenberg Immobilien.